KFV Mühldorf a. Inn

Sehr geehrte Damen und Herren

die DGUV-Hinweise für Einsatzkräfte zum Umgang mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 sind um Hinweise zur Reduzierung des gegenseitigen Infektionsrisikos ergänzt worden. Hier die Hinweise als Auszug. Das komplette Dokument steht unter https://www.feuerwehrverband-blog.de/ sowie https://tinyurl.com/dguvIII zum Download.

Im Feuerwehrhaus

●● Begrenzung der im Feuerwehrhaus befindlichen Personen.
●● Aufenthaltsdauer von Einsatzkräften, insbesondere von mehreren gleichzeitig, auf das erforderliche Maß begrenzen. Dies gilt zum Beispiel für:
– Bereitschaft,
– Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft,
– Nachbesprechungen.

Merkregel: Mindestens 1,5 m Abstand voneinander halten.

 

Aufbewahrung, An- und Ablegen der persönlichen Schutzausrüstung (PSA)


●● Örtlich oder zeitlich versetztes An- und Auskleiden.
Zum Beispiel:
– mindestens einen Spind Abstand zwischen alarmierten Einsatzkräften,
– PSA dezentral im Feuerwehrhaus unterbringen, d. h. nicht alle PSA in einem Raum.

Merkregel: Möglichst wenige Einsatzkräfte zur gleichen Zeit am gleichen Ort.

●● PSA im Privat-Fahrzeug ist zu vermeiden! Das gilt sowohl für den Kofferraum, als auch für bereits angelegte PSA, da dies zu einer Kontaminationsverschleppung bis in den privaten Bereich (Familie) führen kann.

 

Besetzung der Einsatzfahrzeuge


Abstände zwischen den Einsatzkräften vergrößern. Dazu die Besatzung auf den Fahrzeugen reduzieren. Zum Beispiel:
●● ein Gruppenfahrzeug mit einer Staffel oder
●● ein Staffelfahrzeug mit einem Trupp besetzen.

Weitere erforderliche Kräfte sollten nach Möglichkeit mit anderen Einsatzfahrzeugen, z. B. mit einem Mannschaftstransportfahrzeug folgen.

Merkregel: Das Nachrücken mit privaten PKW ist zu vermeiden.

Neben der oben beschriebenen Kontaminationsverschleppung in den privaten Bereich werden Einsatzkräfte in privaten Fahrzeugen von anderen Verkehrsteilnehmern nicht als Feuerwehr/Hilfeleistungsorganisation wahrgenommen.

Quelle: Deutscher Feuerwehrverband  /sda

 

 

Mit freundlichen Grüßen

Uwe Peetz

--

Uwe Peetz, Rechtsanwalt

Geschäftsführer

 

LandesFeuerwehrVerband Bayern e.V.

Carl-von-Linde-Straße 42

85716 Unterschleißheim

 

Telefon: 089 388372-0

Fax: 089 388372-18

http://www.lfv-bayern.de

Hier das neue Bayerische Infektionsschutzgesetz: BayIfSG.pdf

Stellungnahme des Landesfeuerwehrverbandes Bayern:

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

zur den bislang angeordneten Maßnahmen darf ich noch folgendes ergänzend mitteilen:

 

  1. Der Freiwillige Feuerwehrdienst, insbesondere natürlich der Einsatzdienst, ist ein „triftiger Grund“ i.S. der heute versandten aktuellen Allgemeinverfügung. Insofern bedurfte es hier keiner ausdrücklichen Erwähnung. Im Hinblick auf mögliche Kontrollen sollte der Feuerwehr- Dienstausweis immer mitgeführt werden.
  2. Darüber hinaus ist bei den Regelungen zur Kinderbetreuung unter „Feuerwehr“ auch die „Freiwillige Feuerwehr“ zu verstehen, soweit es erforderlich ist, d.h. die Einsatzbereitschaft für die Feuerwehr nur dadurch gewährleistet werden kann. Eine formlose Bestätigung durch den Kommandanten ist hier ausreichend.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

Uwe Peetz

Geschäftsführer

LandesFeuerwehrVerband Bayern e.V.

Carl-von-Linde-Straße 42

85716 Unterschleißheim

Ausgangsbeschränkung_Bayern.pdf

Oberstes Ziel aller Maßnahmen ist die Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft unserer Feuerwehren!

Im Zusammenhang mit der derzeitigen Corona-Thematik, informieren wir Sie über die Aufgaben unserer Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Mühldorf a. Inn. Denn an mehrere Feuerwehren sind bereits Anfragen von verschiedensten Organisationen zur Unterstützung bei Hilfsdiensten (z.B. für Einkaufstätigkeit für unsere ältere Bevölkerung) herangetragen worden.

Die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland wird derzeit insgesamt als hoch eingeschätzt. Dies macht es eindeutig notwendig, die Sozialkontakte deutlich zu reduzieren. Hierdurch kam es neben dem Schließen von Schulen, auch zur Unterbindung von Veranstaltungen. Dieser Strategie schließen sich die Feuerwehren umfänglich an. Daher haben auch wir Maßnahmen eingeleitet, die sozialen Kontaktpunkte untereinander zu reduzieren. Beispielsweise durch Aussetzung oder Verschiebung von nicht existentiellen Veranstaltungen (Vereinssitzungen, Übungen, Lehrveranstaltungen, etc.). Dies tun wir um die Einsatzbereitschaft ohne (zeitliche) Limitierungen aufrecht zu erhalten!

In Bayern wurde bereits der Katastrophenfall erklärt. Das bedeutet grundsätzlich für die Feuerwehren, dass wir diese Lage einsatzmäßig und professionell bewältigen werden und müssen. Die eintretenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens durch die Verbreitung des Coronavirus fordern auch die Feuerwehren heraus – vor allem im Hinblick auf die Aufrechterhaltung der Einsatzfähigkeit, aber auch zum sonstigen Schutz der Menschen in unserem Land.

Die Verantwortlichen sind gemeinsam mit allen Aktiven gefragt, der jeweiligen Situation und Lage gerechte Lösungen zu schaffen, sich eng miteinander abzustimmen, um Ausfälle ausgleichen zu können und immer auf dem aktuellen Stand der Entwicklung zu bleiben.

 
 

Freiwillige Hilfeleistungen durch die Feuerwehren?

Es wird empfohlen sämtliche (!) freiwillige Leistungen der Feuerwehren zu reduzieren, besser einzustellen. Dies dient der Kompensation der Krankheitsausfälle in eigenen Reihen. Grundsätzlich sind wir als Freiwillige Feuerwehr an einen gesetzlichen Auftrag gebunden. Um ältere Bürger und Bürgerinnen mit z.B. Einkäufen und verschiedener notwendiger Besorgungen zu unterstützen, bilden immer mehr Menschen und insbesondere Vereine im Landkreis Mühldorf a. Inn Hilfsgemeinschaften an. Dieses soziale Engagement ist eine super Sache! Wir bitten aber um Verständnis, dass sich die Freiwilligen Feuerwehren mit ihren Feuerwehrdienstleistenden daran nicht beteiligen sollten.

Sie müssen neben dem Brandschutz, der technischen Hilfeleistung auch im Katastrophenfall einsatzbereit zur Verfügung stehen. Damit dies rund um die Uhr weiterhin ehrenamtlich ohne große Einschränkungen gewährleistet werden kann, sollten keine freiwilligen Leistungen und Hilfsdienste an Bürgern/innen von den Feuerwehren übernommen werden.

Wir bitten daher die Bürger/innen um Verständnis, dass wir für unsere Feuerwehren die Empfehlung aussprechen, sich ausschließlich auf ihre Aufgabe innerhalb ihrer Feuerwehr zu konzentrieren um diese im Ernstfall ohne weiteres Risiko ausüben zu können.

Sehr geehrte Damen und Herren,

folgende Mitteilung hat sie Staatliche Feuerwehrschule Geretsried soeben veröffentlicht:

Merkblatt "Körperschutz im ABC-Einsatz"

Das Merkblatt "Körperschutz im ABC-Einsatz" ist erschienen.

Die Veröffentlichung des Merkblattes wurde im Zusammenhang mit der aktuellen Pandemie (SARS-CoV 2 und COVID-19), vorgezogen.

Das Merkblatt richtet sich an ausgebildete Träger von Körperschutz im ABC-Einsatz und gibt Hinweise zum Verhalten in Einsatzsituationen. Darüber hinaus kann das Merkblatt als ausbildungsbegleitende Lernunterlage für die Ausbildung von Trägern von Körperschutz verwendet werden.

Es ist ab sofort auf der Feuerwehr-Lernbar unter Download/Merkblätter & Broschüren/Einsatzplanung & -vorbereitung online verfügbar und ist zunächst nur Online veröffentlicht. Eine Druckversion wird zu einem späteren Zeitpunkt publiziert.

Das Merkblatt habe ich zu Ihrer Kenntnisnahme beigefügt.

Mit freundlichen Grüßen

Uwe Peetz

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Uwe Peetz, Rechtsanwalt

Geschäftsführer

LandesFeuerwehrVerband Bayern e.V.

Carl-von-Linde-Straße 42

85716 Unterschleißheim

 

Merkblatt: Koerperschutz-im-ABC-Einsatz_web-Veroeffentlichung_2020-03v (1).pdf